Breitbandversorgung in ländlichen Regionen

Der Breitbandausbau in Bayern, speziell im Landkreis Rosenheim, schreitet voran. Dabei wird zunächst eine maximale Übertragungsrate von 16 Mbit/s (DSL16000) angestrebt. Langfristig soll der Ausbau des Glasfasernetzes wesentlich höhere Übertragungsraten (200 Mbit/s) ermöglichen und dem zu erwartenden Datenaufkommen im Internet gerecht werden.

Gleichzeitig wird auch LTE (Long Term Evolution) – Breitband übers Mobilfunknetz – immer populärer. Es ermöglicht theoretische Übertragungsraten bis maximal 300 Mbit/s; real sind es aufgrund von Hindernissen durch Gelände, Gebäude und andere Störquellen ca. 43 Mbit/s Downstream, also deutlich schneller als derzeit in ländlichen Regionen verfügbares DSL, aber auch teurer.

Bei LTE handelt es sich um eine drahtlose Übertragung, die Verbindungen nach dem AES-Standard verschlüsselt. Dieser wird nach derzeitiger Einschätzung von Experten erst in ferner Zukunft zu knacken sein.

Ein anderer Aspekt bei LTE ist die Strahlung. Da beim Surfen im Web ein wesentlich größerer Datenfluss entsteht als beim Telefonieren, strahlen entsprechend die Antennenmasten bei einer Internetverbindung stärker als beim normalen Telefongespräch (analoges gilt für WLAN und VoIP). Hinzu kommt, dass die Auslastung der Basisstationen mehr beansprucht wird. Je verbreiteter LTE genutzt wird, umso höher die Aus- bzw. Überlastung der einzelnen Sender, was den Bedarf an neuen Antennen erhöht.

Langfristig dürfte die Datenübertragung mittels Glasfaserkabel schneller sein als die drahtlose Übertragung und bei entsprechendem Ausbau mobile Techniken wie LTE überflüssig machen bzw. ablösen.

 

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